Gedichte
und Geschichten
Gelebtes,
Gesehenes und Gedachtes
Du
Nur einmal noch
möchte ich dir gegenüber stehen,
Dir in deine Augen sehen
und mich freuen,
dass auch ER sie hat.
Nur einmal noch
möchte ich mit dir reden,
dir so viel erklären.
Nur einmal noch
möchte ich mich mit dir erinnern,
mit dir lachen.
Über unsere Vergangenheit,
wie jung wir waren.
Nur einmal noch
möchte ich dir von IHM erzählen,
wie ähnlich er dir doch geworden ist.
Dass er dein Lachen hat,
deine Geschicklichkeit -
nicht nur deine Augen.
Dass ich manchmal weine,
weil er mich so an dich erinnert.
Ich möchte gern....
nur einmal noch
....es gäbe noch so viel zu sagen....
copyright© 12.09.2009
by xeena
Das
Sternenkind
Träge
räkelte sich der kleine Sternenwächter auf seiner
Wolke und blickte ins Universum. "Hmmm..." meinte
er, "scheint ein sonniger Tag zu werden". Er freute
sich, da er langsam genug vom Regen der letzten Tage hatte.
Plötzlich
setzte er sich auf. "Himmel" rief er "beinahe
hätte ich es vergessen".
Er sprang auf,
schlüpfte schnell in seine Hosen und stülpte sich
den Pullover über den Kopf. Wo waren seine Schuhe?
Suchend blickte er sich um. "Ah da!", er kramte die
Schuhe unter dem Wolkenbett hervor, zog sie sich über
die nackten Füße (tja, seine Socken hatte er
ebenfalls vergessen) und rannte los.
Kopfschüttelnd
blickte ihm ein anderer der "großen 12" nach,
während ein leises Lächeln über sein Gesicht
glitt, denn er wusste, warum der andere so aufgeregt war. Auf
ihn wartete eine ganz besondere Aufgabe.
Währenddessen
erreichte der kleine Sternenwächter sein Ziel....einen
Ort, von dem nur wenige wissen, dass es ihn gibt und noch
weniger, wo er zu finden ist.
Da er von
niemandem beobachtet werden wollte, sah er sich lange um,
bevor er durch den gut versteckten Eingang schlüpfte. Er
seufzte leise auf, so schön war das Bild, dass sich ihm
bot.
Man sah einen
großen Teich voller Seerosen, von denen die meisten
ihre Blütenkelche fest geschlossen hatten. Über dem
Teich lag ein leises Wispern und Raunen, manchmal
unterbrochen von leisem, glucksendem Lachen.
Ein zufriedenes
Lächeln stahl sich in das Gesicht des Wächters.
Über einen
der zahlreichen schmalen Stege, die kreuz und quer über
den Teich gelegt waren, ging er zu einer der wenigen
Seerosen, die ihren Kelch weit offen hatten.
Es war, wie er
fand, die größte und schönste Blüte im
Teich.
Vorsichtig ging
er zu der Seerose, kniete sich hin und blickte in die Blüte
hinein. Vor ihm lag ein wunderschönes Baby, die kleinen
Hände fest zu Fäustchen geballt und blickte ihn mit
großen Augen an.
Leise griff er
in die Tasche und zog einen ledernen Beutel hervor. Von dem
Inhalt schüttete er sich ein klein wenig auf die
Handfläche, den Rest steckte er wieder zurück. Er
atmete ein blies vorsichtig auf das Häufchen in seiner
Hand und sah zufrieden, wie sich feiner goldener Staub auf
das Baby senkte.
Er lächelte
leicht und flüsterte: "es ist Sternenstaub, mein
Kind und du wirst nun fest schlafen und wunderschöne
Träume haben!"
Als hätte
es den kleinen Sternenwächter verstanden, schloss das
Kind die Augen und schlief ein. Vorsichtig hob der Wächter
das nun schlafende Baby aus der Blüte und nahm es sanft
in seine Arme. Er richtete sich langsam auf und ging mit dem
Kind über den Steg davon, um es zu seinen zukünftigen
Eltern zu bringen. Diese warteten schon sehnsüchtig,
ohne jedoch zu ahnen, was für ein besonderes Kind sie
bekommen sollten.......
copyright©1999
by xeena
Gesuch...
Ich suche einen
Freund
Er müsste
irgendwo im Süden wohnen, irgendwo zwischen
Pfirsichbäumen, und beim Verlassen seines Glashauses
soll er einem wild gewachsenen Rosenbusch ausweichen
müssen.
Irgendwo ganz im Süden müsste er
wohnen und telefonisch erreichbar sein für mich und
meine Stadtneurosen.
Wenn an meinem
Haus die Abendverkehrsbusse vorbeigerattert sind und die
Bars
endlich schließen und die Verkehrshubschrauber in ihre
Depots zurückgekehrt und das Fernsehprogramm zu Ende
ist, wenn auch mein Wohnungsnachbar endlich seine
Stereoanlage abgedreht hat - dann würde ich meinen
Freund anrufen.
Er müsste halt irgendwo im Süden
wohnen, irgendwo, und auf meinen Anruf warten, jeden Abend.
Er würde
abnehmen und mit mir schweigen, das Fenster öffnen und
die Stille einfach hereinlassen... jeden Abend, fünf
Minuten lang, nur für mich.
Irgendwo im Süden
müsste er wohnen und ungefähr so aussehen wie Gott.
Er müsste die Tiere lieben, die mich heilen sollen (den
roten Hugo und Salem, den Hund, den ich nach einem
tollwütigen Schwein benannt habe) und es soll nichts
düsteres an seine Haut lassen (die ruhig verbrannt und
zerrissen sein darf, damit ich sie mit Öl und Blumen
reparieren kann); das ist gut für die Seele.
Er müsste
irgendwo im Süden wohnen und Klavier-Virtuose sein.
Jeden Abend würde er mir etwas vorspielen auf dem
federlosen Flügel und ein Märchen erzählen und
seine Stimme soll sanftmütig sein und darf mich an
niemanden erinnern.
Irgendwo im
Süden müsste er wohnen und Psychosen kennen,
Derealisationen und Dissoziationen lächelnd auf dem
Rücken tragen... and maybe we'll have the chance to
dance on the borderline (btw., er sollte geistreiche
Wortspielchen verstehen, vielzüngig sein und Augen
haben, die warm und dunkel
sind; ich fürchte mich vor
dem Lichten).
Er müsste
irgendwo im Süden wohnen und Rasierklingen von Wilkinson
Sword benutzen, die er nach dem 1. Gebrauch in Watte wickelt
und wegwirft.
...aber am Wichtigsten sind die
Märchen... und der Flügel.
copyright
© by nandris
Der
erste Schnee
fiel letzte
Nacht
und frierend
denke ich zurück
an einen
Sommer
voll Wärme und Glück.
Versuche
ihn
festzuhalten
in meinem Herzen,
leise lächelnd
spüre
ich, wie sich
Wärme ausbreitet
in mir und um mich
herum.
Sehe
mein Lächeln
sich in den Augen
der
Anderen spiegeln...
Lachen...
auf dem
Gesicht
eines glücklichen Kindes.
Nur ein
Lächeln
in den Augen
einer uralten Frau....
Die
Tränen des kleinen Wächters
Traurig saß
der kleine Wächter am Fluss der Zeit. Langsam kullerten seine Tränen über seine
Backen und tropften ins Wasser, sein
Körper wurde von heftigem Schluchzen geschüttelt.
Verzweifelt
verbarg er sein Gesicht in seinen Händen. Nie hätte
er gedacht, dass dieser Moment einmal
kommen würde... er war sich so
sicher gewesen, doch nun musste er erkennen, dass nichts ewig währt.
Langsam ließ
der brennende Schmerz in seiner Seele ein wenig nach,
er verwandelte sich in tiefe Traurigkeit. Das Schluchzen des kleinen Sternenwächters wurde leiser
und verstummte schließlich ganz.
Trotzdem bewegte er sich nicht von der Stelle sondern
blieb einfach nur sitzen.
Als er ein
Geräusch hörte, drehte er sich mit tränenblinden Augen um. Einer der "großen 12"
war gekommen. Er legte dem kleinen
Wächter den Arm um die Schulter und sagte leise: "dieser Schmerz... vergiss ihn nie, er wird
dich ein Leben lang daran erinnern, wie
tief du enttäuscht werden kannst, wenn du zu
sehr liebst.."
Der kleine
Sternenwächter drehte sich voll Zorn um und rief: "gut, dann werde ich nie, nie wieder
lieben!"
Der eine der
"großen 12" senkte seinen Kopf, damit der
Kleine sein Lächeln nicht sehen
konnte. Er wusste ganz genau, dass gegen
Liebe keine noch so guten Vorsätze helfen würden...
In
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft... die Liebe wird immer da sein, mit all ihrem Schmerz, ihrer
Trauer und Verzweiflung... aber auch mit
all ihrem Glück.
copyright
© 1999 by xeena
Beobachtungen
Da sitzt du
nun,
mein Kind
fasziniert... gebannt,
mitten auf der
Wiese.
Ich nähere
mich
und denke mir
"was machst du hier,
mein
Kind?"
Da sehe
ich
ganz klein und zart
den Schmetterling
auf deiner
Hand.
Ganz ruhig
sitzt er da
auf deinem kleinen Finger.
Du sprichst mit
ihm
als könnt´ er dich
verstehen.
Du erzählst
ihm leise,
wie schön er ist
und er bewegt die
Flügel,
lässt seine Farben
im Licht der
Sonne
strahlen.
Ich stehe
hier,
seh´ dich mein Kind
und denk´ für
mich:
"Könnt ich die Welt
einmal noch
durch
deine
Augen sehen..."
beobachtet
am 13.06.99
Nachdenkliches...
November
Grauer
Nebel,
Tage, die nie richtig
hell werden...
Menschen
mit
grauen Gesichtern
und leeren Augen...
Erinnerung
an
helle Sommertage,
schmerzende Seele
in diesem grau in
grau...
Sehnsucht
nach
Wärme und Licht,
nach Menschen,
deren Augen
leben...
copyright
© 1999 by xeena
Nachts,
wenn die
Erinnerung
wie ein wildes Tier
in deine Seele springt
und
Zweifel
dein Herz zerreißen,
wirst du
feststellen
wie einsam du doch bist.
Nachts,
wenn
das Tageslicht
verschwunden ist
und alles dunkel
und
kalt ist,
schleichen die
Gespenster der
Einsamkeit
und
Zweifel in dein
Herz...
und du wirst
feststellen,
dass die, die sie verjagen könnten
nicht
bei dir sind.
Menschen...
Lachen,
weinen
und
fühlen.
So
verletzbar
und
verletzend.
Menschen
eben...
Manchmal...
Manchmal
ist
es besser,
vertrautem zu fliehen,
Orte zu meiden
an
denen
viele Menschen sind.
Manchmal
ist
es besser,
alleine zu sein.
Alleine
mit
sich und
seinen Gedanken.
Manchmal
sind
es einfach
zu viele.
Zu
viele
Menschen,
zu viele
Worte,
zu viel
Nähe...
...und doch
fehlt etwas,
etwas, dass einen Teil
des Lebens
zu
dem macht
was es ist...
erschreckt
von
der Erkenntnis,
manches nicht
verhindert zu haben.
"Nicknames"
meidend,
ob der Menschen
dahinter.
Angst
wieder
einen Nick
verschwinden
zu sehen,
den
Menschen
dahinter
zu verlieren
Wege
gehen,
suchen,
manchmal
finden.
Viel zu oft
an
Gabelungen
den falschen
Weg wählen.
Und
doch
meist
ans Ziel
gelangen.
Fast alle Wege
führen
uns ans Ziel...
auch wenn es nicht
immer
das Ziel ist,
das wir uns wünschen
Für
die, die´s verstehen
oder
Chat und
Chatter
Der Anfang
Ein
Computer,
ein Monitor,
eine Frau,
Chatworld.
Neugier
auf
Menschen.
Hineinfallen
lassen
in
die
virtuelle
Welt.
Staunen...
Mittendrin
Geschichten,
Gefühle,
Fehler
auf
beiden
Seiten.
Ein Blind-Date
mein
erstes!!!
(danke Uli...
ich habe nie
vergessen,
was
du mir
"gezeigt" hast,
danke für
eine
faszinierende
Welt, die mich
nie
wieder
losgelassen
hat)
Tränen,
Verletzungen,
Lachen.
Mörderische
Telefonrechnungen!
Enttäuschungen,
Frust.
Endlose
Stunden,
gefüllt mit
Buchstaben.
Aber auch
Halt
sein
für andere,
gebraucht
werden.
Nächtelange
Seps
...smile
@
Roquairol
Irgendwann
erkennen,
dass
der Chat
keine
"heile Welt"
ist.
Klagemauer
sein,
die Ohnmacht
erkennen,
nicht
helfen
können.
Selbstvorwürfe...
Nicks
verschwinden
sehen.
Die Menschen
dahinter.
Trauer...
Enttäuschter
Rückzug
zum
"Wunden lecken".
Einer
der
immer
da war -
mitkam
in meine
reale Welt...
...danke
Ice,
mein Zauberer
Selbstmitleid,
Hass
und
Trauer
um etwas
das
man
verloren glaubte
und schrecklich
vermisste.
Entzug
-
bewusst,
absichtlich
und
knallhart.
Gehalten,
getröstet,
sich
geborgen
fühlend – real
Langsam
den
Unterschied
realisierend.
Ende???
Manchmal
wieder
eintauchen
in die faszinierende
"virtuelle
Welt"
doch - hoffentlich -
nie wieder
den
Bezug
zum
reale Leben
verlieren.
Augenblicke
du
suchst
das lachen
aus meinem
mund
und
übersiehst
dabei
das lächeln
in
meinen
augen.
du
suchst
die hand
die nach dir
greift
und
siehst
dabei
die schulter
zum anlehnen
nicht.
du vermisst
die worte
aus meinem
mund
und hast
dabei
verlernt
in meine
seele
zu sehen...
copyright
© 2002 by xeena
Was
ist uns der Frieden wert?
manchmal
ist es egal …
egal was du sagst
egal wie du es
sagst
ein
einziges wort
eine harmlose bemerkung
eine kleinigkeit
falsch betont
einmal falsch aufgefasst
schon wird
alles so verstanden
dass du verletzend bist
ein
versuch zu klären scheitert
denn es ist ein
eingeständniss
deiner schuld
oder macht es nur
noch schlimmer
schweigen?
kommt
einem geständnis gleich
verschlimmert es
aber
schlimmstenfalls nur minimal
also
schweigen?
schweigend leiden?
leidend warten?
warten
auf vergebung?
Vergebung
eines
missverständnisses?
somit eingestehen
einer
schuld
die du nie begangen hast?
um des friedens
willen?
was ist uns der friede
mit dem anderen
wert?
... manchmal auch das
18.02.2002
© by Ice
Ein
seltener Engel
Ein
Engel erschien mir im Traum heute Nacht,
ich blickte zu
ihm und sah, dass er lacht.
Lachst du mich aus fragte ich
erstaunt.
Nein, ich bin immer so gut gelaunt.
Ich
redete mit ihm auf seltsame Weise,
er erzählte von
einer sehr langen Reise.
Er reiste durch Träume, jede
Nacht,
er ist der Engel, der Verliebte bewacht!
Verliebt
war ich doch schon so oft bisher,
warum kamst du denn
nicht früher hierher?
Ich bin nicht der Engel der
Einsamkeit
und ich sehe nicht gerne Kummer und Leid.
Ich
hoffte so sehr dich glücklich zu seh'n
und jetzt darf
ich endlich auch vor dir steh'n.
Dein Herz ist nun frei
von jeglichen Schmerzen,
denn du wirst geliebt, von ganzem
Herzen!
Geliebt von jemandem, der nur an dich noch
denkt,
er hat dir sein Herz mit Freuden geschenkt.
Er
denkt an dich bei Tag und bei Nacht
und ich bin der Engel,
der das alles bewacht!
aus
meinem alten Gästebuch, geschrieben von Iceman74
Sonnenkind
als
Sonnenkind
geboren
stets gelacht
und
niemals
laut
Ein liebes Kind
ist sie
gewesen
Ein süßes Kind
in spät´ren
Jahren
für das alle Menschen
Freunde waren
Zu
viel vertraut
dem "jedermann"
er war es
dann
der dem Kind
das lachen nahm
Die Jahre
geh´n
der Zweifel bleibt
ob wieder "ein
Freund"
den Dolch in den Rücken
treibt...
copyright
© 25.5.2003 by xeena
Halt
mich
halt
mich,
bind mich
im leben an
dass ich
im
dunklen
nicht verloren
gehen kann
berühr
mich,
spür mich,
drück mich
fest an
dich
sei meine
brücke ins
tageslicht
schließ
mir
meine augen
und sieh
für mich,
finde den
weg
und führe mich
halt´ meine arme,
die
beine auch,
zeig mir den weg,
weich hier nicht aus
ich
glaube
an liebe
und damit
an dich
halt
mich
berühr mich
dann fühl ich
auch
MICH....
copyright
© 25.5.2003 by xeena
Schattennebel
Dem
Nebel gleich
vergehe ich
in
allzu
starkem
Sonnenlicht
ein Nachtkind
bin
ich
tief in mir,
weil ich
das Dunkel
viel
lieber
spür´
Zu grell
ist alles
in
gleißendem
Licht
ein Nachtkind
bin
ich,
spürt man
das nicht?
Das
Helle,
Schöne
ist jedermanns
Freund,
während
man
im Dunkeln
alleine weint.
Ein Nachtkind
bin
ich,
mag das
Streicheln
der Nacht
die alles
verbirgt
was im Hellen
voll Macht
Die Nacht
ist
so zärtlich,
das Dunkel vertraut,
während im
Hellen
jeder alles schaut.
Ein Nachtkind
bin
ich,
dem Nebel
gleich,
der auch am
Morgen
dem
Sonnenstrahl
weicht.........
copyright
© 25.5.2003 by xeena
Nachsatz:
Hallo,
liebe Besucher
Selbstverständlich dürft ihr, wie
bisher auch, die Gedichte mitnehmen, wenn Ihr wollt.
Doch
bitte seid so fair und gebt das copyright an!
copyright ©
für alle Geschichten und Gedichte by xeena, bzw. dem
angegebenen Verfasser
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